Frikadellen Rezept

Die Frikadelle – beliebt wie eh und je

Jeder kennt sie und fast jeder liebt sie – die Frikadelle. Eine Frikadelle, das ist ein gebratener Kloß aus einer Hackfleischmischung, die mit vielen variierenden Zutaten verfeinert wurde. Regional sind die leckeren Hackklößchen auch unter vielen anderen Namen bekannt. Beispielsweise werden sie in bestimmten Gegenden als Bulette, Klops, Fleischküchli, Brisolette, Hacktätschli odet Fleischpflanzerl bekannt. Wenngleich die regionalen Frikadellen Rezepte einige Unterschiede aufweisen können, liegt ihnen alle doch dieselbe Zusammensetzung zu Grunde.


Sicher gibt es in Supermärkten oder beim Metzger Ihres Vertrauens einige gute Angebote für bereits fertig hergestellte Frikadellen. Doch gerade bei Fertigprodukten können Sie sich über die beigefügten Inhaltsstoffe nicht sicher sein. Farbstoffe, Aromen und Geschmacksverstärker sind nur Beispiele für unnötige Zusätze, die auf der Liste der Inhaltsstoffe zu finden sind. Wer sich also etwas mehr Zeit nehmen möchte und kann, der sollte auf jeden Fall einmal ausprobieren, Frikadellen selber zuzubereiten. Nichts geht über den Geschmack selbst gemachter Frikadellen und den leckeren Duft, den sie in der Wohnung verbreiten.

Daraus bestehen die Frikadellen Rezepte

Traditionell werden Frikadellen aus einer Mischung aus Rind- und Hackfleisch, Ei und gehackten, manchmal auch vorgedünsteten Zwiebeln und eingeweichtem Brot oder Brötchen hergestellt. Dazu kommen dann je nach gewünschtem Geschmack die unterschiedlichsten Gewürze. Beliebt sind neben Pfeffer und Salz zum Beispiel:

  1. Knoblauch
  2. Senf
  3. Kümmel
  4. Muskat
  5. Majoran
  6. Petersilie
  7. Paprikapulver
  8. und Cayennepfeffer

Sind die Frikadellen gewürzt, werden die entweder gebraten oder auch frittiert. Auch ist es durchaus üblich, die Fleischklöße vorher noch in Semmelbröseln zu wenden. Besonders in Österreich und Dänemark wird dies bei der Zubereitung fast immer getan. Neben der Frikadelle aus Fleisch von Rind und Schwein gibt es auch eine sehr verbreitete, vegetarische Variante: Die Fischfrikadelle. Diese werden aus gehacktem Fisch hergestellt, welcher ähnlich wie die Fleischfrikadelle gewürzt und dann gebraten wird. Sie ist Standard in jeder Fischbrötchenbude.

Unser Frikadellen Rezept – Köstliche Frikadellen selbst gemacht

Keine Angst – die Zubereitung von gelungenen Frikadellen ist gar nicht schwer, der Genuss dafür umso größer! Mit dem folgenden Frikadellen Rezept kann auch bei Anfängern in der Küche nichts mehr schief gehen.

Diese Zutaten werden benötigt:

  • 500g Hackfleisch, halb und halb
  • 1 Brötchen
  • 1 Zwiebel
  • 1 Ei
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Senf
  • 1 TL Majoran, getrocknet
  • 2 TL Petersilie, getrocknet
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Maggi
  • Nach Belieben schwarzer Pfeffer aus der Mühle, Knoblauch
  • Margarine oder Butter zum Anbraten
  • Etwas Mehl oder Semmelbrösel

So funktioniert die Zubereitung:

Für die Zubereitung benötigen Sie etwa eine halbe Stunde Zeit. Sie ist nicht schwer und wird deshalb mit Sicherheit schon beim ersten Mal gelingen.

Zuerst muss das Brötchen in etwas Wasser gut eingeweicht werden. Während dies passiert, müssen Sie die Zwiebel schälen und sorgfältig in kleine, feine Würfel schneiden. Nun die Hackmasse in eine Schüssel geben und die Zwiebel, sowie das Ei und alle Gewürze dazu geben. Jetzt muss alles sehr gut vermengt werden. Das funktioniert am besten mit Hilfe eines großen Löffels. Noch besser ist es allerdings, die eigenen Hände zu verwenden, um eine optimale Mischung zu erhalten. Von der Verwendung eines Mixers ist dringend abzuraten, da dieser oft dazu führt, dass die leckeren Frikadellen zäh werden.

Nun die Brötchenmasse, die mittlerweile weich sein sollte, gut ausdrücken, um die Flüssigkeit zu entfernen. Auch das gelingt am besten mit der Hand. Die matschige Masse muss nun zur Hackmasse in die Schüssel gegeben werden. Alles erneut gut vermengen. Für die Vermengung der Zutaten wird am meisten Zeit in Anspruch genommen, denn sie ist für den späteren Geschmack der Frikadellen wirklich sehr wichtig!. Da die Masse nun fertig ist, kann sie noch einmal abgeschmeckt werden.

Nun können die Hackbällchen geformt werden. Dafür versuchen, möglichst gleichmäßige Bällchen in der Größe einer Kiwi zu formen. Diese nun auf einer Arbeitsfläche, die vorher mit etwas Mehl bzw. Semmelbröseln bestreut wurde, flachdrücken und etwas glätten. Nun können die Frikadellen nach Belieben noch einmal in Semmelbröseln gewendet werden.

Nun etwas Margarine oder Butter in einer Pfanne erhitzen und die einzelnen Frikadellen jeweils auf jeder Seite kurz scharf anbraten. Dann noch einmal für etwa 15 Minuten bei mittlerer bis schwacher Hitze braten. Zwischendurch sollten die Frikadellen ein bis zwei Mal gewendet werden. Nun eine kleine Kostprobe nehmen und wenn der Geschmack dem Wunsch entspricht, sind die Frikadellen schon fertig! Immer darauf achten, dass nicht zu viele Frikadellen gleichzeitig in der Pfanne sind, denn dann dauert es länger und die Frikadellen werden schnell weich. Besser ist es, mehrere Bratgänge zu machen.

Alternative Zubereitungsweisen – ohne Ei/ im Backofen

Manchmal kann man eine Frikadelle nicht auf klassische Weise zubereiten, beispielsweise, weil man einige Zutaten nicht verträgt. Wer bei der Zubereitung auf das Ei verzichten möchte oder muss, der kann auf verschiedene Alternativen zurückgreifen. Das Ei hat die Aufgabe, als Klebemasse dafür zu sorgen, dass die Frikadelle gut zusammenhält. Damit dies auch ohne Ei gelingt, kann man sehr gut Ketchup oder Tomatenmark einsetzen. Auch durch einen Teelöffel Backpulver, etwas Quark oder geriebene, rohe Kartoffel wird die Konsistenz der Frikadelle gewährleistet.

Wer das Problem der starken Rauch- und Geruchsbildung beim Pfannenbraten umgehen möchte oder eine große Portion Frikadellen auf einmal zubereiten will, der kann dies im Backofen tun. Dafür die Frikadellen auf Backpapier bei etwa 130 Grad auf der mittleren Schiene etwa 30 Minuten backen. Dann sollten sie umgedreht werden und noch einmal eine Viertelstunde backen. Zwar geht diese Variante schneller und ohne großen Gestank, doch leider ist die Frikadelle von außen weniger knusprig, als beim Anbraten in der Pfanne. Dennoch ist es eine gute Möglichkeit, schnell viele Frikadellen herzustellen, deren Geschmack durchaus in Ordnung ist.

Wie und wo isst man Frikadellen?

Frikadellen werden meist als Hauptgericht gegessen. Dann findet man sie entweder als Tellergericht zusammen mit Beilagen wie Kartoffelsalat oder anderem Gemüse oder in einem Brötchen serviert. Diese Frikadellen Variante ist besonders an Imbissen sehr beliebt. Zusätzlich sind diese Brötchen mit Senf bestrichen. Auch im amerikanischen Fast Food sind Frikadellen längst angekommen – auf Hamburger, Cheeseburger und Co sind sie nicht mehr weg zu denken. Frikadellen sind auf der ganzen Welt unglaublich beliebt, machen schnell satt und schmecken wirklich beinahe jedem. Ein positiver Nebeneffekt ist es, dass die Fleischklöße auch in kalter Form noch hervorragend schmecken. Das macht sie zu einem beliebten Klassiker auf dem Partybuffet. In Form sehr kleiner Bällchen sind sie ideal vor zu bereitendes Fingerfood.